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TavĂkovice
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TavĂkovice (deutsch Taikowitz, auch Tajkowitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 21 Kilometer nördlich von Znojmo und gehört zum Okres Znojmo.
Contents
âą Geographie
âą Geschichte
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geographie
TavĂkovice befindet sich rechtsseitig ĂŒber dem Tal der RokytnĂĄ am Rande des gleichnamigen Naturparks in der JeviĆĄovickĂĄ pahorkatina (Jaispitzer HĂŒgelland). Durch das Dorf flieĂt â verrohrt â der Bach TavĂkovickĂœ potok, der am sĂŒdöstlichen Ortsrand im Teich KaÄĂĆ aufgestaut wird. Nördlich erhebt sich der Na BesĂdce (387 m. n.m.), im Nordosten der KlobouÄek (389 m. n.m.), östlich der U BorovĂ (392 m. n.m.) und der Toufary (388 m. n.m.), im SĂŒden die JezĂrka (384 m. n.m.), westlich die StĂnadla (378 m. n.m.) sowie im Nordwesten die CibuluĆĄka (418 m. n.m.). Durch den Ort verlĂ€uft die StaatsstraĂe II/399 zwischen Znojmo und Hrotovice.
Nachbarorte sind Ć emĂkovice im Norden, BendĆŻv MlĂœn, Kordula und ReĆĄice im Nordosten, ÄermĂĄkovice und HornĂ Kounice im Osten, KarolĂn, PustĂœ ZĂĄmek, DĆŸbĂĄnice und Medlice im SĂŒdosten, PĆeskaÄe im SĂŒden, BÄhaĆovice und Dobronice im SĂŒdwesten, Ăjezd und VilĂmĆŻv MlĂœn im Westen sowie PĆeĆĄovice im Nordwesten.
Geschichte
Das Dorf wurde vermutlich im 11. Jahrhundert angelegt und nach seinem GrĂŒnder TavĂk benannt. Die erste urkundliche ErwĂ€hnung erfolgte im Jahre 1349 in der BrĂŒnner Landtafel als Besitz der Vladiken BedĆich und Dipold von TavĂkovice bzw. VĂkovice. BedĆich vererbte seinen Teil seinem Sohn Heinrich, der die Feste, den Hof und eine MĂŒhle 1358 an Artleb von Lechonice verkaufte. Wenig spĂ€ter erwarb WoĆĄek von Slawikowic diesen Anteil und verĂ€uĂerte die Feste mit einem Weingarten, MĂŒhle und Ackerland 1360 an Johann SchöĂel von Pirnitz, der den Besitz vier Jahre spĂ€ter dem Drschek von Lesonice verkaufte. 1375 verĂ€uĂerten die BrĂŒder Niklas und WlÄek von TavĂkovice ihren Freihof an Johann von TavĂkovice. Nach 1437 erwarben die Besitzer des Gutes TavĂkovice den gröĂten Teil von PĆeskaÄe. WĂ€hrend des böhmisch-ungarischen Krieges beschlagnahmte der ungarische König Matthias Corvinus im Jahre 1468 das Ludwig von TavĂkovice, einem AnhĂ€nger Georg von Podiebrads, gehörige Gutes TavĂkovice und schenkte es der Stadt Znaim, die es jedoch nicht lange halten konnte. 1494 ĂŒberschrieb Barbara von Tykowic dem Johann von ZĂĄstĆizl zwei Höfe in TavĂkovice, von denen der untere wĂŒst lag. König Wladislaw Jagiello entlieĂ das Heinrich von TavĂkovice gehörige Gut 1495 aus dem Lehen. Nach Heinrichs Tod erbten dessen drei Schwestern die Herrschaft TavĂkovice mit Dobronice und PĆeskaÄe zu gleichen Teilen. Anna, Margarethe und Katharina von TavĂkovice ĂŒberschrieben ihre Anteile am Dorf, der Feste dem Hof und der MĂŒhle 1498 an Ulrich von NĂĄchod, der die Herrschaft umgehend an Prokop ZajĂmaÄ von Kunstadt weiterreichte. Um 1520 erbte dessen Sohn Jan ZajĂmaÄ von Kunstadt die Herrschaft. Als mit dessen Tod 1548 die Linie der ZajĂmaÄ von Kunstadt und Lichtenau erlosch, erfolgte der landrechtliche Verkauf die Herrschaft TavĂkovice, zu der noch das StĂ€dtchen BÄhaĆovice mit dem dortigen Pfarrpatronat sowie zwei Insassen in RatiĆĄovice hinzugekommen waren, an Johann von TavĂkovice. Die Ă€lteste Nachricht ĂŒber ein Brauhaus stammt von 1550. Johann von TavĂkovice kaufte 1551 von den BrĂŒdern von Pernstein noch das Dorf Ć emĂkovice hinzu. Im Jahr darauf ĂŒberschrieb er die Herrschaft einschlieĂlich sechs Insassen in PĆeĆĄovice der Anna von WrchowiĆĄĆ„, die darauf ihren Mann Wenzel von TavĂkovice in Gemeinschaft nahm. Die Herrschaft besaĂ ein eigenes Halsgericht; der Name des ĂŒber einer Flussschleife der RokytnĂĄ gelegenen Waldes StĂnadla (zu deutsch RichtstĂ€tte) ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Dorf zu einem Zentrum der TĂ€ufer. Wenzel von TavĂkovice hinterlieĂ die Herrschaft nach 1570 seiner Tochter Eva von Waldstein, der 1575 von Kaiser Maximilian II. das Recht zur letztwilligen VerfĂŒgung darĂŒber erteilt wurde. 1590 vererbte sie die Herrschaften TavĂkovice und Police ihrem zweiten Mann Georg Christoph Teuffel von Gundersdorf. Dieser lieĂ die Feste zu einem Schloss umbauen und in BÄhaĆovice eine groĂe evangelische Kirche errichten. Er hinterlieĂ seinen Kindern hohe Schulden, so dass das Landrecht die Herrschaft TavĂkovice 1608 fĂŒr 53.000 MĂ€hrische Gulden an Georg Hoditzky von Hoditz auf Platsch verkaufte. Hoditzky setzte 1612 seinen Ă€ltesten Sohn als Erben ein; erteilte zugleich seiner Frau Maria Anna, geborene von NĂĄchod, ein lebenslanges Nutzungsrecht. Nach der Schlacht am WeiĂen Berg plĂŒnderten zwischen dem 14. und 16. Dezember 1620 Truppen des kaiserlichen Obristen Fugger das Dorf. Am 6. und 7. Januar 1622 fiel Fugger erneut in TavĂkovice ein und brannte einen Teil des Dorfer nieder. Die Witwe Maria Anna von Hoditz verkaufte 1629 die Herrschaft TavĂkovice mit allem Zubehör, darunter eine Brauerei, MĂŒhlen, einen Schafhof, den neuen Hof KĆstÄnkĂœ, Obst, Zier- und WeingĂ€rten fĂŒr 40.000 mĂ€hrische Gulden an Andreas Freiherr von Osteschau. Nachfolgende Besitzer waren dessen Söhne Niklas Hynek und Johann Georg, die 1651 ihre GĂŒter teilten, wobei Niklas Hynek TavĂkovice und sein Bruder MysliboĆice erhielt. Danach folgte Niklas Hyneks Sohn Johann Georg d. J. von Osteschau. Dessen Witwe Maria Katharina DubskĂœ, geborene Vogt, und die Schwester Franziska Elisabeth von Slawikowic verkauften die Herrschaft am 25. Juni 1679 zugunsten der Kinder des Verstorbenen fĂŒr 35.300 MĂ€hrische Gulden an den Landeshauptmann der Grafschaft Glatz, Michael Wenzel von Althann, der sie 1685 fĂŒr 38.300 MĂ€hrische Gulden an den Oberstlandrichter Johann Max Kobylka von Schönwiesen verĂ€uĂerte. Dessen Sohn Ignaz Felix Kobylka von Schönwiesen hinterlieĂ die Herrschaft 1721 seiner Witwe Theresia, geborene Kotulinsky von Kotulin. Sie schenkte sie gegen 2000 Gulden und gute Aushaltung ihrem Bruder Joseph Kotulinsky von Kotulin. Am 14. MĂ€rz 1738 verĂ€uĂerte dieser die Herrschaft fĂŒr 140.000 Rheinische Gulden an Georg Gottfried von Koch. 1746 erbten dessen Söhne David Heinrich Joseph und Ignaz von Koch die Herrschaft zunĂ€chst gemeinschaftlich; im Januar 1747 wurde David Heinrich Joseph von Koch gegen Auszahlung seines Bruders alleiniger Grundherr. Koch, der keine Nachkommen hatte, stiftete 1749 in BÄhaĆovice ein Spital. Nach seinem Tode fiel das Erbe 1753 seinen Neffen Gottfried und Johann Baptist von Koch sowie der Witwe zu. Neben der ĂŒblichen Land- und Forstwirtschaft betrieb die Herrschaft eine Brauerei, die 1750 einen AusstoĂ von 296 Fass Bier hatte, eine Hefnerei und eine Pottaschesiederei; auĂer dem Weinberg im Dorf besaĂ die Herrschaft einen weiteren in DĆŸbĂĄnice. In der herrschaftlichen SchĂ€nke auĂer dem Taikowitzer Bier jĂ€hrlich auch 17 Eimer Wein ausgeschenkt. Die Wasserkraft der RokytnĂĄ und der herrschaftlichen Teiche am TavĂkovickĂœ potok wurden zum Betrieb mehrerer MĂŒhlen genutzt. Nach zehnjĂ€hriger gemeinschaftlicher GĂŒterverwaltung ĂŒberlieĂ der Hofrat Gottfried von Koch 1763 seine HĂ€lfte fĂŒr 75.250 Rheinische Gulden seinem jĂŒngeren Bruder. Nachdem der Generalmajor Johann Baptist von Koch 1782 ohne Erben verstorben war, fiel die Herrschaft seinem Bruder zu. Wegen Gottfried von Kochs immenser Verschuldung wurde die Herrschaft Taikowitz 1790 meistbietend versteigert; fĂŒr knapp 132.000 Gulden kaufte sie der k.k. General Friedrich Landgraf zu FĂŒrstenberg. WĂ€hrend der Napoleonischen Kriege wurde die gesamte Herrschaft in den Jahren 1805 und 1809 durch französische Truppen geplĂŒndert. 1815 erwarb die Witwe Josepha von FĂŒrstenberg, geborene GrĂ€fin von Ćœerotin, die Herrschaft von ihren Miterben.
Im Jahre 1834 umfasste die im Znaimer Kreis gelegene Allodialherrschaft Taikowitz das StĂ€dtchen BihaĆowitz, die Dörfer Taikowitz, Dobronitz, PĆeskatsch und Samikowitz sowie sechs HĂ€user von PĆeschowitz, in denen insgesamt 1470 mĂ€hrischsprachige Katholiken lebten. Die NutzflĂ€che umfasste 4475 Joch 1532 Quadratklafter. Haupterwerbsquelle bildete die Landwirtschaft. Die Herrschaft unterhielt drei Meierhöfe in Taikowitz, PĆeskatsch und Dobronitz. Die herrschaftlichen WĂ€lder wurden in zwei Forstrevieren bewirtschaftet. Das Dorf Taikowitz bzw. Tawikowice bestand aus 51 HĂ€usern mit 301 Einwohnern. Im Ort gab es ein herrschaftliches Schloss mit Park, GĂ€rtnerhaus und Glashaus, ein Amtshaus, einen Meierhof mit Rinderzucht, einen groĂen Schafhof, einen SchĂŒttkasten und weitere WirtschaftsgebĂ€ude, ein Brauhaus, ein Branntweinhaus mit Maststall sowie drei Teiche; der KaÄĂĆ war der einzige Fischteich der Herrschaft und diente der Karpfenzucht, der Schlossteich wurde als Zierteich und der unterhalb davon gelegene Jordanek zum Betrieb des Brau- und des Branntweinhauses genutzt. Pfarrort war BihaĆowitz, die Schule befand sich in Oberkaunitz.cite-ref-3[3] Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wart Taikowitz der Amtsort der gleichnamigen Allodialherrschaft.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete DyjĂĄkovice / Taikowitz ab 1849 einen Ortsteil der Marktgemeinde BÄhaĆovice im Gerichtsbezirk Kromau. Ab 1869 gehörte das Dorf zum Bezirk MĂ€hrisch Kromau. Zu dieser Zeit hatte DyjĂĄkovice 313 Einwohner und bestand aus 52 HĂ€usern. Seit den 1870er Jahren wurden alternativ DyjĂĄkovice und Tajkovice als tschechische Ortsnamen verwendet. In den 1880er Jahren löste sich Tavikovice von BÄhaĆovice los und wurde eigenstĂ€ndig. Im Jahre 1896 wurde Tavikovice dem Gerichtsbezirk Hrottowitz zugeordnet. 1898 kaufte der Unternehmer Robert Salomon Goldschmidt die Gutsherrschaft; erwarb 1903 noch das Gut TuleĆĄice sowie zwei Jahre spĂ€ter HornĂ Kounice und Alinkov. Seit der Jahrhundertwende fĂŒhrt die Gemeinde den tschechischen Namen TavĂkovice. Im Jahre 1900 lebten in TavĂkovice 391 Personen; 1910 waren es 499. Nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel der Vielvölkerstaat Ăsterreich-Ungarn, TavĂkovice wurde 1918 Teil der neu gebildeten Tschechoslowakischen Republik. Robert Goldschmidt verlor 1918 in Folge Konkurses einen groĂen Teil seiner GĂŒter und konnte nur TavĂkovice halten. 1919 entstanden eine Ortsgruppe des Sokol sowie ein Amateurtheater mit dem auch der junge VĂtÄzslav Nezval zusammenarbeitete. In dieser Zeit erlebte die Gemeinde einen groĂen wirtschaftlichen Aufschwung, zwischen 1920 und 1938 entstanden 37 neue HĂ€user. Beim Zensus von 1921 lebten in den 90 HĂ€usern der Gemeinde 558 Personen, davon 547 Tschechen und zehn Deutsche.cite-ref-4[4] 1923 wurde eine genossenschaftliche Buslinie nach Znaim eröffnet, im Jahr darauf eine Zuckerfabrik und 1928 eine Tankstelle. Die GrĂŒndung der Freiwilligen Feuerwehr erfolgte 1929. 1930 bestand TavĂkovice aus 110 HĂ€usern und hatte 580 Einwohner. Die Bewohner des nordwestlichen Teils des Dorfes, die wegen der Lage auf der Höhe an Wassermangel litten, errichteten 1932 in Selbsthilfe ein Wasserwerk. Die Zuckerfabrik stellte 1933 den Betrieb ein. Nach der deutschen Besetzung wurde die Gemeinde 1939 in den Kreis MĂ€hrisch Budwitz umgegliedert; bis 1945 gehörte TavĂkovice / Tajkowitz zum Protektorat Böhmen und MĂ€hren. Der Gutsbesitzer Robert Goldschmidt wurde im Mai 1942 zunĂ€chst nach Trebitsch deportiert, im Herbst desselben Jahres wurde er im Vernichtungslager Treblinka ermordet.cite-ref-5[5] In den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges bildete sich in der Gemeinde ein Partisanengruppe, die einige kleinere Sabotageaktionen durchfĂŒhrte. Am 8. Mai 1945 besetzte die Rote Armee das Dorf. Nach dem Ende des Krieges erfolgte die Wiederherstellung der alten Bezirksstrukturen. Im Jahre 1950 hatte TavĂkovice 523 Einwohner. Im Zuge der Aufhebung des Okres MoravskĂœ Krumlov wurde TavĂkovice 1949 dem Okres MoravskĂ© BudÄjovice zugeordnet. Nach der Auflösung des Okres MoravskĂ© BudÄjovice kam die Gemeinde 1960 zum Okres Znojmo. 1964 erfolgte die Eingemeindung von Dobronice und PĆeskaÄe. Im Tal der RokytnĂĄ entstanden in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts mehrere betriebliche Erholungszentren und Pionierlager. In den 1960er Jahren wurde in TavĂkovice eine Berufsschule (StĆednĂ odbornĂ© uÄiliĆĄtÄ) fĂŒr Schreiner, Schmiede und Hufschmiede eingerichtet; die WerkstĂ€tten befanden sich im ehemaligen Herrenhof, das Schloss diente als Internat. Im Jahre 1990 löste sich PĆeskaÄe wieder los und bildete eine eigene Gemeinde. Mitte der 1990er Jahre wurde das Internat aufgelöst, 2005 auch die Schreiner- und SchmiedewerkstĂ€tten auf dem Hof. Im November 1997 wurde auf dem HĂŒgel östlich des Dorfes mit dem Bau einer SozialfĂŒrsorgeeinrichtung (Ăstav sociĂĄlnĂ prĂĄce) mit 90 PlĂ€tzen fĂŒr geistig und körperlich Behinderte sowie geschĂŒtzten WerkstĂ€tten begonnen. Nach der Fertigstellung wurde Anfang 2001 das Heim fĂŒr Behinderte aus dem Schloss TuleĆĄice nach TavĂkovice verlegt; das weithin sichtbare dreiflĂŒgelige GebĂ€ude prĂ€gt seitdem das Ortsbild. Auch das Schloss wurde Teil der SozialfĂŒrsorgeeinrichtung fĂŒr betreutes Wohnen. Beim Zensus von 2001 lebten in den 193 HĂ€usern der Gemeinde 617 Personen, davon 530 TavĂkovice (147 HĂ€user) und 87 in Dobronice (46 HĂ€user). Der Schlossteich wurde 2004 revitalisiert.
Gemeindegliederung
SehenswĂŒrdigkeiten
âą Kirche der Jungfrau Maria, Mutter der Einheit der Christenheit, am Teich KaÄĂĆ am sĂŒdlichen Ortsrand. Nachdem 1995 die Baugenehmigung fĂŒr die Kirche erteilt worden war, weihte Papst Johannes Paul II. am 21. Mai 1995 bei seinem Besuch in OlmĂŒtz den Grundstein.cite-ref-8[8] Die BauplĂ€ne stammen vom Architekten JiĆĂ MojĆŸĂĆĄ, der auch die Innenausstattung entwarf. Da die Finanzierung ausschlieĂlich ĂŒber Spenden erfolgte, wurde der Bau abschnittsweise entsprechend der vorhandenen Gelder errichtet. Am 1. Juni 1997 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung. 1998 erhielt das GebĂ€ude zum Schutz vor WetterschĂ€den eine Ăberdachung. Nach Aufrufen in der katholischen Presse gingen aus dem gesamten Land weitere Spenden ein, so dass das Dach des Hauptschiffes noch 1998 mit Kupferblech gedeckt werden konnte. Im Jahr darauf wurde die Bedachung vollendet und mit dem Einbau von Thermodoppelfenstern auch die Arbeiten an der AuĂenhaut abgeschlossen. Vollendet wurde der moderne Kirchenbau im Jahre 2002 und am 9. Mai durch Bischof Cikrle geweiht.
âą Statue des hl. Johannes Nepomuk, sie stand ursprĂŒnglich in den Feldern bei TavĂkovice
âą Schloss TavĂkovice, die seit dem 14. Jahrhundert nachweisbare Feste wurde zum Ende des 16. Jahrhunderts unter Georg Christoph Teuffel von Gundersdorf zu einem vierflĂŒgeligen Renaissanceschloss umgestaltet. Robert Goldschmidt lieĂ das Schloss, das von einem groĂen englischen Park, der mit den sich bis in das RokytnĂĄtal hinziehenden WĂ€ldern zusammenhing, zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem eingeschossigen Palais umbauen. Goldschmidt wurde 1942 als Jude enteignet und ermordet. Seit den 1960er Jahren bis Mitte der 1990er Jahre wurde das Schloss als Internat der Berufsschule genutzt. Heute dient das Schloss als betreute Wohnanlage der SozialfĂŒrsorge und ist mit Ausnahme des Parks nicht öffentlich zugĂ€nglich.cite-ref-9[9] Im Schlosspark befindet sich eine FontĂ€ne.
âą Gedenkstein fĂŒr die Gefallenen des Ersten Weltkrieges
âą VĂtÄzslav Nezval-Lehrpfad im Tal der RokytnĂĄ, angelegt 1962
Söhne und Töchter der Gemeinde
âą Ernst Goldschmidt (1906â1992), Kunsthistoriker und Verleger
âą Nicholas Goldschmidt (1908â2004), Dirigent, MusikpĂ€dagoge, Pianist und SĂ€nger
Literatur
Weblinks
âą Beschreibung von TavĂkovice und Dobronice
Einzelnachweise
cite-note-11. Obec TavĂkovice: podrobnĂ© informace, uir.cz
cite-note-22. ÄeskĂœ statistickĂœ ĂșĆad â Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)
cite-note-33. â Gregor Wolny: Die Markgrafschaft MĂ€hren topographisch, statistisch und historisch geschildert, III. Band: Znaimer Kreis (1837), S. 522â533
cite-note-44. â ChytilĆŻv mĂstopis ÄSR, 2. aktualisierte Ausgabe, 1929, S. 1242 Taubenwirtshaus â TehelĆa Durvay
cite-note-55. â Opfersteckbrief Robert Goldschmidt auf holocaust.cz
cite-note-66. â http://www.uir.cz/casti-obce-obec/594938/Obec-Tavikovice
cite-note-77. â http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/594938/Obec-Tavikovice
cite-note-88. â kostel Panny Marie - matky jednoty kĆesĆ„anĆŻ auf hrady.cz
cite-note-99. â Schloss TavĂkovice auf hrady.cz